Jungholz

Praxis der Anwendung

Langzeiterfahrungen: Arnold Holl ist einer der Pioniere im Einsatz von SNOWsat. Vor 5 Jahren entschied sich der Geschäftsführer der Skiliftgesellschaft Jungholz für die Anschaffung des Systems. Mit den Erfahrungen der vergangenen Jahre weiß er, wie unverzichtbar SNOWsat mittlerweile für Bergbahnbetreiber ist.

PistenBully News: Seit mehr als 5 Jahren arbeiten Sie mit SNOWsat und haben sich nun für ein komplettes „Update“ des Systems entschieden. Worin liegen Ihrer Meinung nach die wichtigsten Vorteile von SNOWsat?

Arnold Holl: SNOWsat ist für uns ein mächtiges Werkzeug für die Bereitstellung von hervorragenden Pisten geworden. Es dient als Entscheidungsgrundlage, wann die Schneeerzeuger versetzt werden sollen. So kann dieser Prozess viel früher als bisher eingeleitet und die Schneeproduktion optimiert werden. Eine schnellere Öffnung der Pisten für den Skibetrieb ist das Resultat.

PistenBully News: Stichwort „Schneemanagement“: Was macht es für Sie so attraktiv?

Arnold Holl: Für die verschiedenen Entscheidungen im Beschneiungs- und Präparierungsbedarf haben wir mit SNOWsat ein Werkzeug zur Hand, das bei der Planung der Arbeiten – wenn es richtig eingesetzt wird – nicht mehr wegzudenken ist. Statt vieler Diskussionen wird der IST-Zustand ausgedruckt, auf den Tisch gelegt und sowohl die Beschneier wie auch die Präparierer wissen genau, was zu tun ist. Allein diese Zeitersparnis bei den Besprechungen macht bei uns bis zu 4 Stunden in der Woche aus.

PistenBully News: Vereinfacht SNOWsat Ihrer Erfahrung nach das Beschneien?

Arnold Holl: Ja, weil sowohl die Beschneier wie auch die Maschinisten genau wissen, welche Schneeauflage vorhanden und unter ihren Maschinen ist. Gerade im Beschneiungssektor ergibt sich bei uns somit die größte Kosteneinsparung durch den Einsatz von SNOWsat.

PistenBully News: Können Sie uns das ganz praktisch aus dem Alltag heraus schildern?

Arnold Holl: Während vor SNOWsat präpariert wurde, bis das Bodeneis (wenn überhaupt vorhanden) zum Vorschein kam, wird heute ab einer geringen Schneeauflage von weniger als 30 cm bereits begonnen, die Piste wieder zu korrigieren. Von dort, wo mehr Schnee vorhanden ist, wird der Schnee zu den Stellen transportiert, wo es knapp ist. Somit haben wir die letzten 5 Jahre fast keine einzige vereiste oder dreckige Stelle mehr im beschneiten Skigebiet. Das haben uns auch unsere Kunden bestätigt. Eine hohe Besucherzahl – auch unter der Woche – ist die Folge.

PistenBully News: Konnten Sie dadurch das Skigebiet wirklich länger öffnen?

Arnold Holl: Seit Einsatz des SNOWsat Systems konnten wir das Skigebiet in den letzten 5 Jahren rund eine Woche früher öffnen als zuvor.

PistenBully News: Beschneien Sie weniger? Und warum?

Arnold Holl: Wir beschneien weniger, weil wir wissen, dass unser Skigebiet mit einer bestimmten Schneeauflage, die Ende Jänner gemessen wird, bis zum Saisonschluss auskommen wird. Diese Vorgehensweise hat sich in den letzten Jahren bestätigt und uns in der Entscheidung bestärkt, die Schneeproduktion für den Rest der Saison einzustellen.

PistenBully News: Wie empfinden Sie und vor allem auch Schneimeister, Pistenchef und die Fahrer SNOWsat?

Arnold Holl: Schneimeister und Pistenchef empfinden das SNOWsat-System als wichtiges Werkzeug, das sie nicht mehr hergeben würden. Das Personal hat „Facts“ in der Hand, mit welchen sie den „Grund ihres Tuns“ sowohl der Geschäftsleitung wie auch den Kunden gegenüber argumentieren können. Sie hängen mit ihren Entscheidungen nicht mehr in der Luft. Das System ist sehr ausgereift und wenig störungsanfällig. Als Kontrollwerkzeug des Chefs wird es von keinem unserer Mitarbeiter empfunden.

PistenBully News: Haben sich die Kosten fürs Pistenpräparieren gesenkt?

Arnold Holl: Die Kosten haben sich vor allem bei der Beschneiung gesenkt. Wir präparieren seit der Eco-SnowDrive-Schulung von Christian Zimmermann sehr langsam und nur im „grünen“ Bereich. Dies verlängert zwar die reine Präparierzeit etwas, wird aber durch den geringeren Dieselverbrauch wieder eingespart. Hervorragende Pisten mit vielen Besuchern sind das Ergebnis, was sich zwar nicht direkt in einer Kostensenkung abbilden lässt, aber zu höheren Einnahmen durch die gestiegenen Besucherzahlen führt.

PistenBully News: Stichwort „Kostenkontrolle“: Ist das für Sie ein wichtiges Kriterium – und wenn ja, wie setzen Sie diese ein?

Arnold Holl: Die Entscheidung, wann mit der Beschneiung aufgehört wird, ist nur durch das SNOWsat-System möglich, da hier keine Emotionen mitspielen. Es wird ein sachlicher Ist-Zustand ermittelt, mit dessen Hilfe die Entscheidungsträger das Ende der Nachbeschneiung festlegen können. In unserem Skigebiet machte dies im Vergleich zu früheren Wintern bis zu 20 % Kostenersparnis beim Beschneiungsaufwand aus.

PistenBully News: Herr Holl, herzlichen Dank für das Gespräch!

Jungholz – Facts and Figures

  • Eines der ältesten Skigebiete im Allgäu (Eröffnung im Winter 1948)
  • 7 Lifte (9.400 Personen/h Kapazität)
  • 2 Zauberteppiche (3.500 Personen/h Kapazität)
  • 2009 in Beschneiungsanlage investiert (40 Schneekanonen)
  • 2015 SNOWsat neu und Beschneiungsfläche auf nahezu 100 % optimiert
  • Binnen 48 Stunden sind alle Pisten 20 cm hoch beschneit
Bereit für den Einsatz
Arnold Holl, Geschäftsführer der Skiliftgesellschaft Jungholz

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Peter Senn

SNOWsat
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