In der Praxis

Drei Manager im Schnee

Sie trotzen eisiger Kälte und gehen ihrer Aufgabe mit glühender Leidenschaft nach: Michel Frison-Roche, Direktor des Skigebiets Régie des Saisies bei Albertville, Christian Reverbel, stellvertretender Geschäftsführer der Tourismusgesellschaft SATA (Alpe d’Huez) und Stephan Schelbli, Betriebsleiter der Titlis Bergbahnen. Keiner weiß besser als diese drei, wie der Schneehase läuft und das Pistenfahrzeug fährt. PistenBully News hat sie deshalb zu ihren ersten Erfahrungen mit SNOWsat befragt.

PistenBully News: Schön, dass Sie sich die Zeit für dieses Gespräch genommen haben. Lassen Sie uns gedanklich direkt in die Alpen aufsteigen: Was sind die besonderen Herausforderungen, denen Sie in Ihren Skigebieten derzeit gegenüberstehen?

Michel Frison-Roche: Im Gegensatz zu vielen anderen französischen Skigebieten dürfen wir uns glücklich schätzen: Wir expandieren sogar! Dieses Jahr kommen etwa 7 km Piste dazu. Entsprechend muss das Beschneiungssystem aber laufend ausgebaut werden, damit wir die Pistenqualität dauerhaft sichern können. Nur so sind wir auch für klimatisch bedingte Extremsituationen weitgehend gerüstet.

PistenBully News: Der Klimawandel spielt also eine zentrale Rolle bei allen Planungen?

Christian Reverbel: Natürlich macht es uns große Sorgen, dass der Schnee jedes Jahr weniger wird. Für unser Personal wächst damit die Herausforderung, die Schneedecke instand zu halten und die Piste weiterhin in der Qualität zu präparieren, die unsere Gäste erwarten dürfen.

Stephan Schelbli: Niedriger gelegene Skigebiete verschwinden genauso wie die Gletscher. Dem Klimawandel entkommen wir also leider nicht. Deshalb investieren wir in den nächsten 5 Jahren 10 Mio. Euro in die Erneuerung der Beschneiung. Ich denke, das lohnt sich; bei uns am Titlis nehmen die Skier Days jedenfalls zu.

PistenBully News: Ist dieser enorme Aufwand denn wirklich nötig, um den Ansprüchen der Skiläufer weiter gerecht zu werden?

Christian Reverbel: Für mich bestätigen das unsere Zahlen: Die Gäste kommen nur dann wieder, wenn wir ihnen jeden Tag einwandfreie Pistenqualität bieten, egal, was das Wetter macht. Deshalb haben wir uns um ein System bemüht, das ein lückenloses Reporting über die Arbeiten unserer Pistenfahrzeuge und Beschneiungsanlagen liefert.

PistenBully News: Das beantwortet schon ein Stückweit unsere nächste Frage: Warum haben Sie sich gerade für SNOWsat entschieden?

Michel Frison-Roche: Unsere Flotte besteht zu 100 Prozent aus PistenBully. Als Kässbohrer SNOWsat übernahm und eine neue Software entwickelte, war es für uns logisch, bei diesem Anbieter zu bleiben.

Stephan Schelbli: Bei uns war es unser Pistenmanagement-Partner Mazzetta & Menegon, der SNOWsat nachdrücklich empfohlen hat.

Christian Reverbel: Wegen der Möglichkeit die Kunstschnee-Erzeugung zu optimieren. Auch das Plus an Sicherheit bei schlechten Wetterverhältnissen und rund um die Windenseile und das Flottenmanagement mit all seinen Vorteilen hat uns überzeugt.

Michel Frison-Roche: Das fein abstimmbare Schneemanagement war für mich als Direktor ebenfalls ein Argument. Darüber hinaus hielt ich die Senkung der Wasser- und Stromkosten zur Erzeugung von Kunstschnee für dringend geboten.

PistenBully News: Die Umwelt dürfte von solchen ökonomischen Erwägungen also auch profitieren.

Michel Frison-Roche: Ganz sicher, denn es geht ja insgesamt um einen schonenden Umgang mit Ressourcen. Wenn SNOWsat beispielsweise den Kraftstoffverbrauch reduziert, verbessert das die CO2-Bilanz des Skigebiets.

Christian Reverbel: Für uns gab es noch ein paar weitere Punkte: Durch Vernetzung und Analysetools sollte das Flottenmanagement effizienter werden. Außerdem wollten wir unseren Fahrern mehr Sicherheit bei schlechten Sichtverhältnissen bieten.

Michel Frison-Roche: Ja, da ist die SNOWsat-Aufzeichnung des gesamten Pistengeländes wirklich nützlich. Das war bei uns in Les Saisies ebenfalls ein Anschaffungskriterium.

PistenBully News: Sie alle haben nun die erste Saison mit SNOWsat hinter sich. Was hat der Einsatz des Systems Ihren Skigebieten konkret gebracht?

Stephan Schelbli: Wir können genauer planen und damit wirtschaftlicher arbeiten. Das betrifft die Schneeanlage genauso wie die Geländekorrekturen. Jetzt haben wir eine optimale Schneeproduktion, und der Schnee liegt immer da, wo er liegen soll.

Michel Frison-Roche: In diesem Punkt kommt uns die Auswertung von Betriebsdaten sehr zugute: Wir können dank SNOWsat die Abnutzungszonen der Pisten vorhersehen und dort rechtzeitig mit Kunstschnee eingreifen. Zielgenaue Pistenpräparierungspläne haben die Effizienz des Pistenmanagements insgesamt erhöht. Im Übrigen freuen wir uns darüber, dass wir jetzt über die komplette Saison hinweg eine ausreichende Schneehöhe garantieren können.

Christian Reverbel: Wir haben ganz ähnliche Erfahrungen gemacht. Die Schwierigkeit der Pistenpräparierung bei schlechter Sicht habe ich gerade schon angesprochen. Nun konnten wir durch die Darstellung von Pistengrenzen und die Positionsermittlung der anderen Fahrzeuge sozusagen (lacht) zwei Schneehühner mit einer Schaufel schlagen: Die Fahrer arbeiten sicherer, und die Präparierung erfolgt bedarfsgerechter.

PistenBully News: Damit sind wir also bei der Wirtschaftlichkeit. Lassen sich die Einsparungen durch SNOWsat denn schon genau beziffern?

Michel Frison-Roche: Nein, für seriöse Zahlen fehlt uns noch entscheidendes Feedback. Sicher ist, dass wir auf mehreren Ebenen einen Optimierungseffekt verzeichnen, aber für die genauen Messdaten bitte ich Sie, mich in zwei bis drei Saisonen noch einmal einzuladen.

PistenBully News: Da nehmen wir Sie beim Wort! Und wie sieht es in der Schweiz mit dem Spareffekt aus?

Stephan Schelbli: Ein paar Zahlen konnten wir am Titlis schon ermitteln. Der Kraftstoffverbrauch für die Flotte ging um 15 Prozent zurück, und die Fahrzeiten bei der Pistenpräparation sind von 8 auf 7 Stunden pro Nacht gesunken.

Christian Reverbel: Das ist doch wirklich ein gutes Signal! Momentan muss ich mich aber leider Herrn Frison-Roche anschließen: Belastbare Zahlen liegen uns noch nicht vor. Allerdings erwarten wir durch das V3-System eine deutliche Optimierung der Schneeerzeugung, wenn die Datenverbindungen zwischen SNOWsat und der Steuerung der Beschneiungsanlage eingerichtet sind.

PistenBully News: Wie geht es denen, die direkt mit dem System arbeiten? Hat sich durch SNOWsat etwas für Ihre Fahrer geändert?

Michel Frison-Roche: Hm, SNOWsat war zunächst ein heikles Thema, weil die Fahrer befürchteten, dass sie in erster Linie überwacht werden sollten. Sie haben aber schnell erkannt, welche guten Dienste dieses System gerade bei Nebel leistet.

Christian Reverbel: Interessant, dass es bei Ihnen genauso lief! Unsere Fahrer misstrauten dem GPS am Anfang auch. Inzwischen nutzen sie es aber gern, um ihre Routen festzulegen oder die Position anderer Pistenfahrzeuge zu ermitteln. Natürlich ist ein lückenloses Kommunikationsnetz eine Form der Überwachung; die bringt aber vor allem Sicherheit für die Pistenteams.

Stephan Schelbli: Apropos Sicherheit: Unsere Fahrer meinten, dass sich mit SNOWsat bei der Pistenpräparation die Ankerpunkte viel schneller finden lassen.

PistenBully News: Gibt es Feedback von Ihren Werkstattleitern?

Michel Frison-Roche: Auch da wird der Zugewinn an Sicherheit geschätzt: Die regelmäßige Kontrolle der Anzeigen hilft uns bei der vorbeugenden Instandhaltung und verbessert die Wartungsplanung.

Stephan Schelbli: Genau, Vorbeugung ist das Stichwort, das ich von unseren Werkstattleitern immer wieder höre.

PistenBully News: Werfen wir abschließend einen Blick auf die Gäste selbst. Nehmen Skiläufer und Snowboarder die Verbesserung der Pistenqualität bei gleichzeitiger Ressourcenschonung überhaupt wahr?

Michel Frison-Roche: Nein, über den dafür erforderlichen Aufwand machen sich unsere Gäste kaum Gedanken. Zwar lassen wir Informationen zum Umweltschutz gezielt in die Kommunikation einfließen – etwa die Tatsache, dass wir nach ISO 14000 zertifiziert sind –, aber das scheint unseren Besuchern bisher kein wirkliches Anliegen zu sein.

PistenBully News: Hier tut sich wohl eine Lücke zwischen zur Schau getragenem Umweltbewusstsein und Alltagsverhalten auf. Das ist ein gesellschaftliches Problem, bei dem wir uns alle an die eigene Nase fassen dürfen. Wir bedanken uns für das Gespräch.

Titlis Bergbahnen, Betriebsleiter Stephan Schelbli
SATA, Betriebsleiter Christian Reverbel
La Régie des Saisies, Betriebsleiter Michel Frison-Roche

Kontakt

Vertrieb

John Gilbert

Geschäftsführer
Telefon: +1 775 857 5000
Fax: +1 775 857 5010
Kässbohrer All Terrain Vehicles Inc.
8850 Double Diamond Parkway
Reno, Nevada 89521
Vereinigte Staaten von Amerika
www.pistenbullyusa.com

Dennis McGiboney

VP Sales & Marketing
Telefon: +1 775 857 5011 X 202
Fax: +1 775 857 5010
Kässbohrer All Terrain Vehicles Inc.
8850 Double Diamond Parkway
Reno, Nevada 89521
Vereinigte Staaten von Amerika
www.pistenbullyusa.com

Steve Rhodes

SNOWsat Coordinator
Telefon: +1 775 857 5000
Fax: +1 775 857 5010
Kässbohrer All Terrain Vehicles Inc.
8850 Double Diamond Parkway
Reno, Nevada 89521
Vereinigte Staaten von Amerika
www.pistenbullyusa.com

Jeb Ellermeyer

Sales Sierra
Telefon: +1 775 857 5011 X 301
Fax: +1 775 857 5010
Kässbohrer All Terrain Vehicles Inc.
8850 Double Diamond Parkway
Reno, Nevada 89521
Vereinigte Staaten von Amerika
www.pistenbullyusa.com

Terry Fix

Sales Rocky Mountains
Telefon: +1 970 245 9331
Fax: +1 970 245 3362
Kässbohrer All Terrain Vehicles Inc.
783 Valley Court
Grand Junction, CO 81507
Vereinigte Staaten von Amerika
www.pistenbullyusa.com

Colin Hales

Sales & Service Pacific Northwest
Telefon: +1 503 783 1935
Fax: +1 503 783 1936
Kässbohrer All Terrain Vehicles
18460 SW 126th Place
Tualatin, Oregon 97062
Vereinigte Staaten von Amerika
www.pistenbullyusa.com

Josh Nelson

Sales New England
Telefon: +1 207 777 7300
Mobil: +1 207 240 4456
Fax: +1 207 784 5840
Kässbohrer All Terrain Vehicles Inc.
45, Alfred A. Plourde Parkway
P.O. Box 1855
Lewiston, ME 04241
Vereinigte Staaten von Amerika
www.pistenbullyusa.com

Paul Scanlon

Sales Midwest
Telefon: +1 952 345 3330
Fax: +1 952 345 3331
Kässbohrer All Terrain Vehicles, Inc.
18190 Dairy Lane, Suite 103
Jordan, MN 55352
Vereinigte Staaten von Amerika
www.pistenbullyusa.com

Paul Swanson

Sales Midwest
Telefon: +1 952 345 3330
Fax: +1 952 345 3331
Kässbohrer All Terrain Vehicles, Inc.
18190 Dairy Lane, Suite 103
Jordan, MN 55352
Vereinigte Staaten von Amerika
www.pistenbullyusa.com

Jim Grewe

Sales Intermountains
Telefon: +1 435 752-5110
Fax: +1 435 752-8696
Peterson Equipment Co.
80 East 4000 North
P.O. Box 720
Hyde Park, UT 84318
Vereinigte Staaten von Amerika
www.petersonequipment.com

Bill Brandt

Sales North- & Southeast
Telefon: +1 315 737-5456
Fax: +1 315 737-8922
Mohawk Industrial Werks
3500 Bleachery Avenue
P.O. Box 426
Chadwicks, NY 13319
Vereinigte Staaten von Amerika
OK
Diese Webseite verwendet Cookies mehr Informationen