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Slopestyle @ Pyeongchang

11. April 2016

70 % Hangneigung, 150.000 m³ Schnee, das Seil der Winde verschwindet weit oben hinter der Schneekuppe und der PistenBully arbeitet sich zielstrebig seinen Weg nach oben. Ein Arbeitsvorgang, der symbolisch für die Entwicklungen im Freestyle-Wintersport steht. Die Zeiten, in denen amateurhaft ein paar "Rampen" von Hand präpariert wurden, sind längst vorbei. Heute stehen Freestyle-Projekte etablierten Großveranstaltungen wie z. B. der Vier-Schanzen-Tournee in nichts mehr nach. Halfpipe, Slopestyle, Big Air sowie Ski- und Snowboardcross sind inzwischen olympische Disziplinen und müssen ebenso akribisch vorbereitet werden wie ein alpiner Ski- oder Skisprung-Weltcup. Um zu zeigen, welches Ausmaß die Vorbereitungen für ein solches Freestyle Event annehmen, wollen wir Sie auf eine Reise mitnehmen. Eine Reise, die bereits vor Monaten begonnen hat: Der gemeinsame Weg unseres Kooperationspartners Schneestern und PistenBully nach Pyeongchang, Südkorea.

Neue Herausforderung: Slopestyle
Im Wintersport ist jede Disziplin ein einmaliges Erlebnis. Slopestyle ist jedoch mit Sicherheit eine der spektakulärsten Disziplinen. Gigantische Kicker, über die Snowboarder und Freeskier weit mehr als 20 Meter "spinnen" und "flippen". Daher ist leicht nachzuvollziehen, dass eine Wettkampfanlage nicht einfach so aus dem Boden "gestampft" wird. Für Pyeongchang wurde erstmals, auf Basis der Erfahrungen von Sotchi, ein externer Spezialist gesucht. Aus diesem Grund entschied die FIS, Kreativdesign, Planung und Bau des Slopestyle-Kurses für den Slopestyle World Cup 2016, international auszuschreiben.

Pyeongchang ruft, Schneestern und PistenBully antworten
Neun Firmen, darunter auch Schneestern wurden gebeten, ihr Interesse für diese Herausforderung zu bekunden. Jede Crew musste anhand ihrer bisherigen Projekte und Referenzen zeigen, dass sie in der Lage ist, ein solches High End Projekt zu stemmen. Nach diesem ersten Schritt reduzierte sich die Anzahl der Bewerber auf fünf Kandidaten. Für diese Unternehmen ging es in die nächste Runde und gemeinsam wurde die Elite der Snowpark- Designer im September 2015 nach Südkorea zu einer Vor-Ort-Besichtigung eingeladen. Die Vision und die Professionalität von Schneestern überzeugte das Komitee und somit bekam die Allgäuer im Oktober 2015 den Zuschlag für die Planung und den Bau des offiziellen Testevents, den Slopestyle World Cups 2016 in Pyeongchang. Nach dem Bewerbungserfolg standen direkt die eigentlichen Vorbereitungen für den World Cup an. Insgesamt 13 Spezial- Obstacles wurden produziert und anschließend nach Korea verschifft. Doch Boxen und Rails waren längst nicht das Einzige, was die Snowpark-Designer vor Ort benötigten, um den Slopestyle Kurs zu realisieren. Ihre wichtigsten Werkzeuge, PistenBully mit Park-Features und SNOWsat-Support warteten einsatzbereit darauf, die rund 150.000 m³ Schnee zu bewegen und präzise in Form zu modellieren.

Mit SNOWsat sitzt jeder Schneekristall an der richtigen Stelle
Mit diesen Voraussetzungen konnte es ans Werk gehen: Landings, Inruns und Tables für die verschiedenen Lines schieben, Kicker präparieren und die Rails und Boxen "Made in Germany" einbauen. Ein Kurs, der als Vision im September 2015 entstand und innerhalb von mehreren Wochen im Februar 2016 ein genaues Abbild seines Entwurfes wurde. Dafür war sicher nicht nur die jahrelange Erfahrung von Parkdesigner Dirk Scheumann und seiner siebenköpfigen Shapecrew verantwortlich, sondern auch die Unterstützung durch SNOWsat, mit dessen Hilfe die PistenBully jeden einzelnen Schneekristall an den richtigen Platz schieben konnten. Ein digitales und eigens für das Event designte Gelände- und Parkmodell kam zum Einsatz, um die Schneemengen so ressourcenschoned als irgend möglich sowie für zukünftige Veranstaltungen reproduzierbar punktgenau zu platzieren. Auf dem PistenBully Youtube-Kanal kann man sich den Aufbau und die Endergebnisse im Detail ansehen (Slopestyle@PyeongChang).

Setup und Wettkampf jetzt schon auf Weltklasseniveau
Es entstand also ein perfekt durchdachter Slopestyle Kurs, ideal an die Anforderungen eines Events auf Weltklasseniveau angepasst und mit dem richtigen Flow für die Athleten, die zur Weltelite der Freestyler gehören. Bei einem Teilnehmerfeld, das aus Superstars und Sotschi Medaillengewinnern wie Joss Christensen, Jesper Tjäder, Nicholas Goepper, Josiah Wells, Henrik Harlaut, Lisa Zimmermann, Silje Norendal, Billy Morgan, Logan Devin, Jamie Anderson und vielen mehr bestand, war klar, dass es für "Rider" auf diesem Niveau eine Anlage benötigt, die ihren Anforderungen im vollsten Maße entspricht. Vom 16.02. bis 21.02.2016 konnten die Athleten fünf Tage lang ausgiebig testen, ob der Kurs diesen Ansprüchen gerecht wurde. Ein extrem stylischer "Stresstest", der wenn man das überwältigende positive Feedback betrachtet, mehr als erfolgreich bestanden wurde. Bereits wenige Tage vor dem World Cup, als Athleten, Trainer, Fotografen und Medien erste Bilder vom Kurs veröffentlichten, überschlugen sich vor allem in den sozialen Medien die Lobeshymnen. Schneestern hat mit Kreativität, Professionalität und dem Verständnis, was Athleten im modernen Slopestyle brauchen, die Messlatte für zukünftige Wettbewerbe nach oben verschoben. Gut und gerne, kann der Slopestyle Kurs von Pyeongchang auch als "Game Changer" bezeichnet werden, da er das Bild von professionellen Slopestyle Wettkämpfen geprägt hat. Ein Ergebnis, das ohne die zuverlässigen "Werkzeuge" der Kässbohrer Geländefahrzeug AG und einer verzahnten Zusammenarbeit mit der FIS nicht möglich gewesen wäre.

Good job! To be continued.

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