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PROACADEMY Baustein 4

11. Juli 2016

Skipiste ist nicht gleich Skipiste. Dies gilt besonders für Pisten, auf denen Weltcup Rennen ausgetragen werden. Je höher das Niveau der Athleten, desto höher sind auch die Kräfte, die auf die Piste wirken - und desto anspruchsvoller auch die Anforderungen an ihre Qualität. Die PistenBully PRO ACADEMY bietet jetzt Kurse zu diesem speziellen Thema an.

Unterschied kommerzielle Skipiste - Rennpiste
Die Präparierung einer Rennpiste stellt die Verantwortlichen vor sehr große Herausforderungen. Während des Wettkampfes muss die Piste extrem tragfest sein, um für alle Teilnehmer ein gleichermaßen faires Rennen zu gewährleisten. Am Tag nach dem Rennen sollen auf derselben Piste schon wieder Freizeitskifahrer ihren Spaß haben können. Ein Dilemma: Um eine hohe Schneedichte zu erreichen bzw. den Schnee zu härten, benötigt man herkömmlicherweise viel Wasser. Folge ist oft eine extrem vereiste Schneeoberfläche. Und für den kommerziellen Skilauf am nächsten Morgen müssen diese vereisten Pisten dann bisher wieder aufwendig aufbereitet werden.

Grundaufbau der Rennpiste
Ein fachgerechter und gleichmäßiger Grundaufbau kann den Einsatz von Wasser für die Schneehärtung auf ein Minimum reduzieren. Weniger Wasser verursacht weniger vereiste Stellen. So kann die Rennpiste nach dem Wettkampf mit geringem Aufwand wieder als kommerzielle Skipiste genutzt werden. Positiver Nebeneffekt: Weniger Wasser kostet weniger Geld und erhält die natürliche Konsistenz des Schnees!

Für solch einen gleichmäßigen Grundaufbau der Rennpiste sind verschiedene Faktoren von Bedeutung:

  • Art des zu bearbeitenden Schnees
  • Zeitpunkt und Wetterverhältnisse beim Bearbeiten des Schnees
  • Qualität des technischen Schnees
  • Vorgangsweise beim Verteilen des technischen Schnees

Zwischen dem Grundaufbau zu Beginn der Saison und Rennveranstaltung liegen oft viele Wochen. Kurz vor der Rennveranstaltung muss daher der Pistenaufbau nochmals auf seine Konsistenz hin geprüft werden. Erst dann wird das Pistenprofil geformt bzw. Hindernisse wie Sprünge, Hügel, Gegenhänge, usw. eingebaut und zugleich auch die Pistenoberfläche endgültig präpariert und verdichtet. Je nach vorhandenem Schneeuntergrund gibt es auch hier verschiedene Arbeitsweisen: vom Öffnen der Piste mit dem Schild bis hin zum Verdichten des Schnees mit der Frontfrässchleuder bzw. dem Gegenlauffräsen.

Bearbeitung der Rennpiste kurz vor dem Rennen
Oft macht den Organisatoren noch kurz vor den Läufen einsetzender Schneefall einen Strich durch die Rechnung. Eine geringe Neuschneemenge entfernt das "Rutschkommando" relativ leicht von der rennfertigen Piste. Problematischer wird es, wenn die frisch gefallene Schneehöhe mehr als 10 cm beträgt. Derartige Schneemassen bewältigen nur Pistenfahrzeuge: der Pistenraupenfahrer trägt äußerst behutsam den Neuschnee vom bereits harten Untergrund ab und legt die rennfertige Schneeoberfläche sachte frei, ohne diese zu beschädigen. Andernfalls kann es während des Rennens sehr leicht zu Schlaglöchern oder zum Brechen der Piste führen.

Auch bei dieser Aufgabe gibt es viele Faktoren, welche der Pistenraupenfahrer beachten muss, wie z.B.:

  • Konsistenz und Menge des gefallenen Schnees
  • Art, Hangneigung und Profil des zu räumenden Pistenabschnittes
  • Verlauf der Rennlinie
  • Überquerung der Rennlinie mit dem Pistenfahrzeug
  • Verlauf des Windenseiles
  • usw.

Professionelle Ausbildung in der PRO ACADEMY
Der fachkundige Aufbau der Rennpiste ist das A und O für eine erfolgreiche Rennveranstaltung. Der Pistenraupenfahrer trägt hierzu entscheidend bei. Mit einer Schulung an der PistenBully PRO ACADEMY ist seine optimale Ausbildung garantiert. In Theorie und Praxis erfahren die Teilnehmer alles rund um eine professionelle, qualitativ hochwertige und gleichzeitig energiesparende Gestaltung von Rennpisten. Von Profis für Profis!

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